Dave Eggers – Der Circle

Worum geht es?

Utopie, bei der ein Internetkonzern sich daran macht alle verfügbaren Informationen zu bündeln – erzählt aus der Sicht einer Befürworterin dieser totalen Transparenz.

Dave Eggers – Der Circle

Warum?

Schon immer fand ich weiterführende Gedanken, die sich kritisch mit der Zukunft auseinandersetzen sehr spannend. Sei es bei „1984“ der Überwachungsstaat mit dem Big Brother, bei „Brave New World“ das Kastenwesen und die sofortige Befriedigung aller Triebe oder auch bei „Terminator“ mit der Maschinenherrschaft. Bei „The Circle“ geht es um die extreme Verfügbarkeit und Bündelung von Informationen. Ein Thema das in Zeiten von Facebook und Google garnichtmal so extrem weiterführend oder abwegig ist.

Wer ist der Autor?

Dave Eggers

Wo habe ich von dem Buch gehört?

Ich bin tatsächlich das erste mal über Facebook auf das Buch aufmerksam geworden. Ein Freund von mir hatte irgendetwas über das Buch gepostet. Es sollte wohl lesenswert sein.

Wie ist der erste Eindruck?

Die Hauptdarstellerin ist eine klassische Millenial. Hat an einer Top-Uni studiert, will sich selbst verwirklichen und ist aber leider bei den ultrakonservativen Gasversorgungswerken gelandet. The Circle ist die Top-Innovative Firma (man denkt sofort an Google), die hauptsächlich mit einem System, dass die Anonymität im Internet abgeschafft hat und so alle möglichen Prozesse, wie Bezahlung, stark vereinfacht hat, einen Riesenerfolg hat. Ich kann es kaum erwarten weiterzulesen, weil ich mich (als Millenial) stark mit der Hauptdarstellerin identifiziere und das Thema so stark an unsere Welt angelehnt ist.

Wie hat mir das Buch gefallen?

Das Buch erinnert stark an die bekannten grossen Utopie-Romane „Brave New Would“ von Aldous Huxley und „1984“ von George Orwells mit dem Unterschied, dass die Umsetzung einer Welt mit einer Firma, die einen Grossteil der privaten Informationen nicht allzu utopisch klingt. Die Hauptdarstellerin Mae wird schnell zum absolut gläsernen Menschen und dies absolut freiwillig. Der Charakter wendet sich immer den schmeichelhaften Argumenten einer „Vollkommenen“ Welt zu und ordnet dieser Utopie alles unter, selbst wenn Sie auf offensichtliche Probleme angesprochen wird. Die Argumente der Sicherheit und der Effizienz überlagern für sie alles.

Man kann gar nicht anders, als über sein Kommunikationsverhalten nachzudenken. Ein Must Read bei dem die Grenzen zwischen einfacher Beschreibung von bereits existierender Technologien (Gesichtserkennung, Tracking von Nutzern, Crowdspeicher-Systemen) und Utopien fließend sind!

 

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