Daniel Coyle – Die Talentlüge

Worum geht es?

Ein Manifest für das Lernen. Alles ist möglich – man muss es nur wollen und die richtigen Anweidungen dafür haben.

Daniel Coyle – Die Talentlüge

Warum?

In dem Buch soll es darum gehen, dass es keine Talente gibt. Dies ist genau der gegensätzliche Ansatz von dem Gallup Strengthfinder, der sehr gut in dem Buch “Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt!” vorgestellt wird. Dort gibt es auch einen Coupon für einen Onlinetest, dessen Ergebnisse mich sehr beeindruckt haben. Also Ergebnis kommen die 5 Haupttalente einer Person heraus. Das war bei mir unheimlich treffend. Seitdem verlange ich von jedem mit dem ich ein Projekt mache, dass er oder sie diesen Test macht. Denn die Ergebnisse sind einfach verblüffend treffend – für jede Person, die ich kenne, die diesen Test gemacht hat.
Umso interessanter finde ich es, wenn es eine genaue Gegenthese zu diesem Gedankenmodell gibt. Bei Daniel Coyle geht es darum, dass Talente nicht fest sind, sonder, dass man jedes Talent lernen kann. Ich bin gespannt auf diese Ansichten.

Wer ist der Autor?

Der Autor über sich selber

Wo habe ich von dem Buch gehört?

Ich habe bereits das Buch “Talent to go” von Daniel Coyle gelesen und fand das spannend. Grund genug auch den Vorgänger zu lesen, der wohl etwas mehr auf Grundlegendes eingeht.

Wie ist der erste Eindruck?

Der Prolog beschreibt wie ein 6-jähriges Mädchen innerhalb von 6 Minuten einen Lernfortschritt macht, für den normalerweise einen Monat gebraucht werden. Der Autor will den biologischen Prozess des Lernens verstanden haben und hat diesen in die drei Teile Aktives Lernen, Initialzündung und Meistertrainer zerlegt. Dies entspricht auch der Gliederung des Buches. Ich bin gespannt, ob ich überzeugt werde und etwas über das Lernen lernen kann.

Wie hat mir das Buch gefallen?

Aktives Lernen heißt, dass man immer an seine Grenzen geht und dort auch teilweise versagt. Nur durch bloßes Zuschauen lernt man nicht. Man muss es selber erfahren, am besten über eine klare Anleitung oder Strategie. Dann ist auch nicht viel täglicher Zeitaufwand notwendig. Wichtiger ist es am Ball zu bleiben. Und zwar im Schnitt 10.000 Stunden. Denn so lange braucht es bis das Myelin Neuronenbahnen im Gehirn schafft, die die gelernt Fähigkeit schnell abrufbar machen.

Initialzündung kann man als Synonym für die Motivation gleichsetzen. Diese treibt einen an eine neue Fähigkeit zu entwickeln. Dort hilft es besonders, wenn man sich selbst beim Ausüben dieser Fähigkeit vorstellen kann. Oft ist es ein Moment, der einen immer wieder antreiben kann und der einem die Motivation vor Augen führt.

Im letzten Teil geht es um Meistertrainer. Dies sind Leute, die erkennen was den Lernenden fehlt. Entweder kann dies eine Motivation oder das bringen an die Grenzen sein. Dies ist das letzte Teil im Puzzle wie fast jeder wohl fast alles erreichen kann.

Das ganze Buch basiert auf der Idee des Myelins. Dieser Stoff legt sich um die Nervenbahnen und verstärkt Gelerntes so. Ganz nett erklärt, aber es haut mich nicht wirklich um. Aber ich finde es toll eine gut begründete Sicht gefunden zu haben, die sich gegen meine Meinung/Vorstellung des angeborenen Talentes stellt. Es gibt also noch Hoffnung und nicht alles ist vorbestimmt. Vielen Dank dafür!

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