Philip Zimbardo - Die neue Psychologie der Zeit

Philip Zimbardo – Die neue Psychologie der Zeit

Worum geht es?

Die Psychologen Philip Zimbardo und sein Co-Autor John Boyt erklären wir unsere Wahrnehmung fast ausschließlich von unserer individuellen Wahrnehmung der Zeit abhängt. Und was wir damit machen können.

Philip Zimbardo – Die neue Psychologie der Zeit

Warum?

Wahrnehmung von Zeit und der Realität hat enorm viel damit zu tun wie wir uns fühlen. So kann man durch eine selektive Wahrnehmung der Vergangenheit und der Zukunft, in der Gegenwart eine komplett andere Einstellung zu sich und den Mitmenschen haben. Das es funktioniert ist mir klar, nur nicht genau wie. Hier wird das Buch mich wahrscheinlich weiterbringen.

Wer ist der Autor?

Philip Zimbardo

Wo habe ich von dem Buch gehört?

Ich habe von dem Autor das erste Mal in einer Podcast Episode der Tim Ferriss Show gehört. Es handelt sich wohl als nichts weniger als einen der einflussreichsten Psychologen unserer Zeit. U.a. mit dem “Stanford-Prison-Experiment” hat er experimentell gezeigt, wie normale Menschen durch soziale Gegebenheiten zu Monstern werden können. In dem Buch “Die neue Psychologie der Zeit” zeigt er wohl auf wie wir durch gelenkte Zeitwahrnehmung glücklicher werden können. Eine große Nummer und Grund genug für mich das Buch zu lesen.

Wie ist der erste Eindruck?

Schon in der Einleitung verspricht das Buch viel: Mit der Kenntnis der unterschiedlichen Zeitmodelle in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft können Menschen psychologisch eingeordnet werden. So gibt es den Vergangenheitstyp der entweder negativ oder positiv ist. In der Gegenwart gibt es den Hedonisten oder den Schicksalsergebenen. Zukunftsorientierte Menschen können auf Pläne, Ziele schauen aber auch in einer transzendentalen Sicht auf das Leben nach dem Tod. Jeder übernimmt diese Zeitrollen mit starken Auswirkungen auf das Leben. Aber man kann diese Rollen wechseln. Ich bin gespannt.

Wie hat mir das Buch gefallen?

Ein tolles Buch. Spannend wie schlüssig und inspirierend die Autoren die Wirkung von wahrgenommener Zeit auf die Psyche und damit das Verhalten erklären. Und das über einen breiten Bereich von Selbstmordattentätern zu Partykanonen bis hin zu Schwerkranken. Toll auch, dass man durch die Kenntnisse seiner eigenen Zeitperspektiven – dazu gibt es zwei Tests – mit diesen arbeiten kann. Man kann sich selbst besser verstehen und sich verändern in die Richtung von anderen Zeitperspektiven. Als Orientierung haben die Autoren einen positiven Zeitperspektivenmix herausgearbeitet. Dies wirkt umso glaubhafter, als sie sich dabei selber reflektieren. Niemand ist also perfekt, aber man kann glücklicher und gleichzeitig produktiver werden. Anzustreben ist ein positiver Vergangenheitstyp, moderater Hedonist und moderater Zukunftsmensch zu werden. Eine negative Vergangenheit sowie einen Schicksalsergebenen Gegenwartswahrnehmung sollte man reduzieren.
Also ein spannendes umfangreiches Buch, dass ich Jedem empfehlen kann, der oder die sich ab und zu mit zu viel oder zu wenig Zeit beschäftigt. Das dürfte fast jeder sein.

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